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Hainan


 
Auch wenn in der nördlichen Hemisphäre eiskalter Winter herrscht, ist in Sanya warmes Wetter. Sonne, feine Strände und blauer Himmel locken jedes Jahr zahlreiche Urlauber an. Pro Jahr 300 Sonnentage, durchschnittlich 25 Grad im Schatten, ein badewannenwarmes Meer, das an kilometerlange weiße Strände plätschert, dazu Ananas und Mangos, Orchideen und Kokospalmen. Das klingt wie Hawaii? Das ist es aber nicht- Es ist Hainan.

 

 
Hainan ist eine Inselprovinz im Süden Chinas, die aus mehreren Inseln besteht. Mit einer Fläche von ca. 34.000 Quadratkilometern ist die Provinz ein wenig größer als Belgien. Sie wird oft als das „Hawaii Chinas“ bezeichnet.

Die Provinz Hainan hat ca. 9 Millionen Einwohner und liegt geographisch auf einer Höhe mit Nordafrika. Sie liegt im Südchinesischen Meer und ist über die ca. 15 bis 30 km breite und durchschnittlich 44 m tiefe Hainanstraße (Straße von Qiongzhou) vom chinesischen Festland abgetrennt und ist – nach Taiwan – mit 34.380 km² die zweitgrößte Insel der chinesisch geprägten Welt und die größte der Volksrepublik China. Die Hauptstadt ist Haikou.

Hainan hat ein tropisches Monsunklima, wobei die kältesten Monate der Januar und Februar (mit ca. 15 Grad Celsius), und die wärmsten Monate Juli und August (mit durchschnittlich 29 Grad Celsius) sind. Im Vergleich zum Festland ist die Luftqualität wesentlich besser und gilt als sehr sauber.

Dem chinesischen Großreich wurde Hainan bereits zu Zeiten der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) angegliedert. Unter dem General Lu Bode wurden die südchinesischen Küstenstreifen befriedet. Darunter fiel im Jahre 110 v. Chr. auch Hainan. Lange Zeit war die Insel Teil der chinesischen Provinz Guangdong. In den Jahren 1939 bis 1945 war Hainan japanisch besetzt. Am Ende des Chinesischen Bürgerkriegs im Mai 1950 wurde die Insel von den Kommunisten erobert. Damit endeten die letzten größeren Kampfhandlungen des Chinesischen Bürgerkrieges. Hainan wurde im April 1988 zu einer eigenständigen Provinz und zugleich zu Chinas größter wirtschaftlicher Sonderzone ernannt. Da die Volksrepublik China die Insel Taiwan als eigenständigen Staat nicht anerkennt, wird Hainan somit als die zweitgrößte Insel der Volksrepublik China geführt, mit einer Größe nur etwas geringer als Taiwan.

Nachdem Ministerpräsident Zhao Ziyang nach seiner Hainanreise 1983 sehr entsetzt war und sich nach Afrika versetzt fühlte, wurde Hainan zu einer Sonderwirtschaftszone ernannt, vor allem um ausländische Investitionen anzulocken. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft sehr wichtig. So werden u.a. tropische Früchte, Kaffee und Pfeffer angebaut. Erdgas und Erdöl werden auch immer mehr abgebaut und auch andere Industrien (wie z.B. die Automobilindustrie mit „Haima“) werden vorangetrieben.
Während die Insel früher ein Exil für in Ungnade gefallene chinesische Staatsdiener war und später hauptsächlich Rucksacktouristen kamen, gewinnt Hainan seit einigen Jahren zunehmend an Renommee und ist mittlerweile das wohl weltweit bekannteste Touristenparadies der Volksrepublik.

Besonders Sanya wird als Urlaubsziel immer beliebter. Nach Statistiken der Lokalregierung kamen 2007 etwa 500.000 auswärtige Touristen nach Sanya, eine Steigerung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durch die rasche Entwicklung des Tourismus boomen auch die Branchen Hotellerie und Immobilienwirtschaft. Im Frühjahr 2008 waren die Bauarbeiten an einem Luxushotel sowie eines Yachthafens im Gange. Aufgrund eines Sondererlasses der chinesischen Zentralregierung dürfen mittlerweile Touristen aus 21 Ländern und Regionen ohne Visum nach Hainan einreisen. Der Phoenix International Airport in Sanya bietet immer mehr touristische Charterflüge an.Auf dem Gebiet des Autonomen Kreises Lingshui der Li, in der Nähe von Sanya, befindet sich das Naturschutzgebiet Nanwan-Affeninsel für Rhesusaffen, ein sehr beliebtes Touristenziel. Auf der Insel sollen bis 2010 zwanzig Golfplätze fertiggestellt sein. Im Boa Dorum in Qionghai findet das jährliche Präsidententreffen der ostasiatischen Staaten statt.


Nach langjährigen Machbarkeitsstudien hat der chinesische Staatsrat im Herbst 2007 den Bau eines neuen Raumfahrtzentrums bei Wenchang auf Hainan beschlossen, das von einheimischen Politikern vornehmlich aus wirtschaftlichen Gründen seit langem vehement befürwortet worden war. Die Grundsteinlegung erfolgte am 14. September 2009. Von dem über elf Quadratkilometer großen Gelände sollen geostationäre Satelliten, Raumsonden und Satelliten gestartet werden. Dabei soll auch die projektierte Schwerlastrakete Langer Marsch 5 zum Einsatz kommen, deren Entwicklung sich allerdings um mindestens zwei Jahre bis 2014 verzögern soll. Außerdem plant man in Wenchang die Einrichtung eines Themenparks für Luft- und Raumfahrt.
 

Sehenswertes
 
Die Hauptstadt Haikou bietet viele historische Stätten. Die Stadt wird auch als „Kokusnuss-Stadt“ bezeichnet. Hier gibt es u.a. den „Tempel der fünf Offiziellen“, und die Festung „Xiuying Fort Babette“ aus dem Sino-Französischen Krieg. Die fünf großen Kanonen aus dem Krieg sind noch intakt und können besichtigt werden. Weiter gibt es noch das „Grab von Hai Rui“, eine ausgezeichnete chinesische Sehenswürdigkeit und die „antiken Salzfelder von Yangpu“.
 
Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B. die „Affeninsel“ in Lingshui, die ein Makakenreservat ist und die „Phoenix Insel“, ein künstliches Archipel, dass in der Bucht von Sanya aufgeschüttet wird.
 

Die Insel Hainan hat viele Strände und auch heiße Quellen. Einige sehr schöne landschaftliche Gebiete sind der Badeort Yalong Bucht (In der Nähe von Sanya); der Badeort Dadonghai (In der Nähe von Sanya); Qizhi Shan (Sieben Finger Berg), die heiße Quelle Guantang (in Qionghai), Shishan Vulkanischer Garten; der Gebirgskamm Baishi und Baihua, Wanquan Fluss. Der Wanquan-Fluss entspringt am Wuzhi-Berg und ist mit einer Länge von 163 km der drittgrößte Fluss in Hainan. An seinem Ober- und Unterlauf wachsen üppige Bäume und Palmen. Der Abschnitt in Qionghai wurde zu einem Touristengebiet erschlossen.
 
Der wichtigste Ort für den Tourismus ist ohne Zweifel Sanya. Hier ist die touristische Infrastruktur hervorragend ausgebaut und es gibt viele moderne Hotels und kilometerlange Sandstrände, eine Bilderbuchbucht folgt der nächsten. Man kann ganzjährig im Meer baden und auch als Luftkurort gewinnt Sanya immer mehr an Bedeutung.
 
Hainans Hauptattraktion ist dasEnde der Welt, ein von großen runden Felsbrocken geprägter Strand an der Südküste. Der Name rührt daher, dass an diesen Ort schon vor rund 1000 Jahren Beamte verbannt wurden, die bei der Obrigkeit in Ungnade gefallen waren.
 

Sehr interessant ist schließlich die Nanshan Tourismuszone, etwas 40km südwestlich von Sanya gelegen. Hier gibt es drei Themenparks, nämlich den „Buddhismus Kultur Park“, den „segensreichen Park“ und den „Park der traditionellen Hainan Kultur“. Besonders berühmt ist die riesige Statue des Meeres-Bodhisattvas Kwan-yin, die direkt am Meer steht.