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Chongqing

Die größte Stadt der Welt in der „Reisschale Chinas“ bietet dem Reisenden eine Vielzahl von unvergesslichen Eindrücken. Die uralten Felsskulpturen von Dazu laden zur Besichtigung ein und die Aufzüge und Seilbahnen bieten ein besonderes Nahverkehrserlebnis. Lassen Sie sich auch vom gigantischen „Drei-Schluchten-Damm“ beeindrucken, dessen schiere Größe den Menschen klein erscheinen lässt. Wenn sie es dann noch wagen, den Chongqing Feuertopf zu probieren, dann ist ihre Reise in die Metrople in Mittelchina perfekt.
       
 

Chongqing ist nach Einwohnern die größte Stadt der Welt (Einwohnerzahl: ca. 30 Millionen) und liegt auf einer wie ein Komma geformten Halbinsel am Zusammenfluss von Jangtse-Fluss und Jialing. Die Fläche der Stadt ist mit 82.000 Quadratkilometern annähernd so groß wie Österreich und besteht überwiegend aus ländlicher Bebauung. Chongqing ist somit mehr als eine kleine Provinz anzusehen.

Die Hafenstadt liegt an der Einmündung des Jialing in den Jangtsekiang, am östlichen Rand des „roten Beckens“, der „Reisschale“ Chinas. Durch den „Drei-Schluchten-Staudamm“ können nun auch große Schiffe die Stadt anlaufen, was das Wachstum sehr begünstigt.
Die Stadt liegt ungefähr auf der Höhe von Nordspanien in der subtropischen Klimazone. Das Wetter in Chongqing ist durch kurze, milde Winter und feuchtwarme Sommer geprägt, wobei die Jahresdurchschnittstemperatur 19 Grad Celsius beträgt.


Chongqing war schon zu früher Zeit ein wichtiges Reisanbaugebiet und als die Qin-Armeen in das Land einfielen, fanden sie eine wirtschaftliche Basis vor, die ihnen 221 v. Chr. die Vereinigung des chinesischen Reiches ermöglichte.
Die Stadt blickt auf eine lange Tradition als Festung gegen feindliche Invasoren zurück, wenngleich sie im 19. Jahrhundert zum Vertragshafen für Großbritannien und Japan ernannt wurde. Von 1242 bis 1278 hielten im 60 Kilometer nördlich von Chongqing gelegenen Hechuan die Streitkräfte der Song die mongolischen Heerscharen in Schach. Es war der längste ununterbrochene Feldzug auf chinesischem Boden.
1938 zog sich die Regierung unter Chiang Kai-shek (1887–1975) nach Chongqing zurück, nachdem sie von der japanischen Armee im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg aus Nanjing vertrieben worden war. Chongqing war während des Zweiten Weltkrieges die provisorische Hauptstadt Chinas.


In Chongqing hat der Feuertopf a la Sichuan seinen Ursprung. Die Töpfe sind als Besonderheit in verschiedene Bereiche unterteilt, damit die Speisen sich nicht mischen. Selbst im heißesten Sommer genießen die Chongqinger diese Spezialität. Weitere kulinarische Besonderheiten sind „Tigerfellschoten“, „Schmorfrosch“ und Schlangenbohnen aus Ingwer.
Die Stadt ist das Zentrum einer besonders industrialisierten Region und seine Lage gibt Chongqing eine riesige wirtschaftliche Potenz. Gas- und Kohlevorkommen, sowie eine Reihe von Bodenschätzen sind von großer Bedeutung für die Wirtschaft. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind die Automobil-, Textil- und Rüstungsbrachen.

Chongqing ist ein Verkehrsknotenpunkt mit hervorragenden Anbindung an Fernstraßen und Schienenverkehr. Der Flughafen der Stadt ist der wichtigste Flughafen im mittleren China. Eine Besonderheit im Nahverkehr sind die Seilbahn und der Schrägaufzug am Hafen.
Die Hafenstadt besitzt zahlreiche Bildungseinrichtungen wie z.B. die „Chongqing-Universität“ oder die „Universität Südwestchinas
“.
 
Sehenswertes
 
Die Stadt bietet einige Sehenswürdigkeiten für den Besucher. Zu den wichtigen Bauwerken gehören die monumentale Volkskonzerthalle und das „Chongqing-Museum“. Weiter sehenswert ist der Luohan Tempel, dessen  Eingang zwar hinter einem Durchgang verborgen liegt, dessen Existenz sich aber durch den Geruch von Räucherstäbchen kenntlich macht.

Im Nordwesten der Stadt liegt in der Zhongshan Si-Straße ein Haus namens Guijuan (Osmanthus Garten). Dort lebte Mao Zedong, als er vom 12. August bis 10. Oktober 1945 in Chongqing weilte, um den Sieg über Japan zu feiern und den Doppelzehnvertrag mit Chiang Kai-shek auszuhandeln – die berühmten Worte auf Papier sorgten für einen Waffenstillstand zwischen Roter Armee und Kuomintang, der allerdings nur von kurzer Dauer war.

Rund 90KM vom Stadtzentrum entfernt liegen die
Felsskulpturen von Dazu“. Die Stätten stehen seit 1999 auf der Liste des UNESCO-Welterbes und seit 1961 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China. Der Name Dazu bedeutet „Großer Fuß“ und bezieht sich auf eine Geschichte, derzufolge Buddha einen Fußabdruck auf den nahe gelegenen Felsen hinterlassen haben soll. Die Steinmetzarbeiten sind außergewöhnlich und umfassen insgesamt rund 50.000 Bilder und Figuren in den Nischen, Grotten und Überhängen des „Bei Shan“ (Nordberg) und des „Baoding Shan“ (Schatzkammerberg).

Das bekannteste Bauwerk ist natürlich der „Drei-Schluchten-Damm“. Es handelt sich um eine Stauanlage mit einem Wasserkraftwerk, einem Schiffshebewerk und einer Schleusenanlage im Jangtsekiang; sie liegt im Ort Sandouping etwa 40 km flussaufwärts von Yichang in der Provinz Hubei. Das Wasserkraftwerk ist mit einer installierten Generator-Leistung von 18,2 Gigawatt das größte der Welt.. Der durch die Staumauer entstandene Stausee erstreckt sich durch die berühmten Drei Schluchten über mehr als 600 km bis nach Chongqing. Das Projekt wird von der China Three Gorges Corporation betrieben.

Für den Staudamm wurden unzählige Dörfer, Fabriken und sogar ganze Städte umgesiedelt. Der wichtigste Zweck des Staudammes ist auf der einen Seite die Gewinnung von Energie. Auf der anderen Seite wurde durch den Damm der Jantsekiang schiffbar gemacht, was vor allem der Stadt Chongqing einen großen Aufschwung bescherte. Durch Beeinflussung des Abflusses sollen auch Überschwemmungen unterhalb der drei Schluchten verhindert werden. Im 20. Jh. sind ca. drei Millionen Menschen in den Überflutungen umgekommen. Weiter ist der Staudamm wichtig für die Wasserversorgung einiger an chronischem Wassermangel leidenden Städte im Norden Chinas (ein Projekt zur Wassergewinnung wurde 2003 genehmigt).
 
Technische Daten

  • Bauart: Gewichtsstaumauer aus Beton
  • Bauzeit: 1993 bis 2008
  • Länge d. Absperrbauwerkes: 2335 m inkl. Schiffshebewerk und Schleusenanlage; Kronenlänge der Mauer allein: 1983 m
  • Höhe d. Absperrbauwerkes: circa 150 m
  • Höhe der Mauerkrone: 185 m ü. d. M.
  • Höchstes Stauziel: 180,40 m ü. d. M.
  • Normales Stauziel: 175 m ü. d. M.
  • Minimaler Betriebswasserstand/Absenkziel: 145 m ü. d. M.
  • Wasserpegel talseits (Unterwasser) 62 m bis 83 m ü. d. M.
  • Höhenunterschied der Wasserpegel Oberwasser (normales Stauziel)/Unterwasser max. 113 m (= max. Hub der Schiffshebeanlage)
  • Staukapazität für Hochwasser: 22,1 Mrd. m³
  • Gesamtstauraum: 39,3 Mrd. m³ (zum Vergleich: Bodensee: 48,5 Mrd. m³)
  • Wasseroberfläche: 1.085 km² (zum Vergleich: Bodensee: 536 km²)
  • Stauseelänge (bei Stauziel): 663 km (andere Angabe: 620 km)
  • Regulierter Abfluss in der trockenen Saison: 5.860 m³/s.
  • HWE-Bemessungsdurchfluss: 113.000 m³/s
  • Nennleistung: 18,2 GW, Erweiterung auf 22,5 GW im Bau[3] (zum Vergleich Itaipú: 14 GW)
  • Anzahl der Turbinen: 26
  • Verwendete Turbinen: Francis-Turbinen
  • Regelarbeitsvermögen: 84 TWh/a, entspricht einer über ein Jahr gemittelten Leistung von 9,6 GW. Das entspricht 14 % des deutschen Stromverbrauchs im Jahr 2004
  • Überflutetes Gebiet: bei normalem Wasserstand 23.793 Hektar Land
  • Überflutete Städte: 13
  • Überflutete Fabriken: 657
  • mittlere Stauseebreite: 1,1 km oder 1,6 km (verschiedene Angaben)
  • Umgesiedelte Personen: circa 1,3 bis 2 Millionen
  • Bauvolumen:
    • Abtragung von Erde und Felsen: 8.789 Mio. m³
    • Auffüllung von Erde und Felsen: 3,124 Mio. m³
    • Beton: 26,71 Mio. m³